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Joggen als Jugendelixier
Jungbleiben trotz Älterwerdens. Was zählt sind nicht die Jahre sonder Fitness, Lebensgefühl und das Spiegelbild, dem wir jeden Morgen erneut entgegenblicken. Das Image von (reiferen) Frauen ab 35 hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. Vom passiven „Hausfräuchen“ zum aktiven Bewegungsmenschen. Frauen sind heutzutage vitaler, unternehmungslustiger und aktiver. Die Erhaltung der körperlichen Fitness und die Verlangsamung des Altersprozesses funktioniert am besten mit Ausdauerbewegungen wie Walking und Jogging. 40 Jahre lang 30 bleiben lautet die Glücksformel. Denn während Schnellkraft, Kraft und Beweglichkeit ab 30 nachlassen, kann man die Ausdauer bis ins hohe Alter erhalten.
Und hier noch eine gute Nachricht: bei einem funktionierenden Bewegungsapparat und intaktem Herz-Kreislaufsystem ist es fürs Joggen nie zu spät. Auch die psychische Veranlagung, an länger andauernden Belastungen wie z.B. 30 min. Freude zu empfinden, steigt ab dem 30. Lebensjahr stark an. „Fast ein 1/3 aller Wiedereinsteiger, die 15 - 20 Jahre lang wenig bis gar nichts gemacht haben, sind über 50 Jahre“, so Mag. Michael Mayrhofer.
Natürlich sind hier medizinische Abklärung sowie individuelle Analyse und Programm sehr sinnvoll bzw. notwendig. Erfahrungen aus der Joggingakademie zeigen, daß nach einer speziellen Einführungsphase zwischen 4 - 12 Wochen gerade die rhythmisch gleichförmige, harmonische Bewegung bei richtiger Technik und Belastung kleine Wunder vollbringt.
Auch Frauen, die nie gejoggt sind, kann man ohne Brachialgewalt, die Freude am Joggen näher bringen.
Insider-Tipps für „Jungbleibende“
Atemrhythmus:
- Nichts für Wiedereinsteiger. Oft liest man von Atemregeln für Läufer, wie z.B.: Richten Sie sich nach einem Zählschema. Vergessen sie es! Fixe Vorgaben zu Schrittzahl und Atemrhythmus sind für Wiedereinsteiger nicht hilfreich sonder irritieren nur. Wichtig ist vor allem auf ein kräftiges Ausatmen zu achten, nur so holt sich die Lunge auch genügend Sauerstoff beim Einatmen.
- Vergleichen Sie Ihren Belastungspuls nicht mit anderen Frauen. Trotz gleichem Alter und Geschlecht kann und darf der Puls sehr unterschiedlich sein. Ein hoher Puls bei gleichem Tempo bedeutet keineswegs geringere Leistungsfähigkeit.
- Stellen Sie Ihren Ehrgeiz hinten an. Gerade die reifere Generation ist sportlich unter dem Motto “höher, schneller, weiter” aufgewachsen. Der Anstrengungsgrad sollte sich am Wohlfühlfaktor vor allem am nächsten Tag orientieren.
- Beachten Sie verstärkt äußere Bedingungen wie Hitze, Sonne, und Flüssigkeitshaushalt. Passen Sie Ihr Lauftempo bzw. Ihre Ausrüstung (Kappe, etc.) diesen Bedingungen an.
- Achten Sie auf Ihren Laufstil. Viele Läuferinnen winken ab, da sie der Ansicht sind, den Laufstil kann man nicht verändern. Doch je “sauberer” ein Laufstil ist, umso besser geht’s voran.
- Vergleichen Sie sich nicht mit jüngeren Läuferinnen. Zählen Sie im Gesundheitsbereich mit jedem Lebensalter ab 30 Jahren 2 sec. pro km dazu. Dann ist Ihre Leistung ungefähr vergleichbar, d.h. eine 30-jährige muss die 5 km schon in 25 min. joggen um gleich gut zu sein wie eine 50-jährige, die dieselbe Strecke in 30 min. zurücklegt.
Der Altersfaktor
| Alter | km | min. sec. | km/h |
| 30 Jahre | 5 | 25.00 | 12,00 |
| 31 Jahre | 5 | 25.15 | 11,88 |
| 32 Jahre | 5 | 25.30 | 11,76 |
| 40 Jahre | 5 | 27.30 | 10,91 |
| 50 Jahre | 5 | 30.00 | 10,00 |
| 60 Jahre | 5 | 32.30 | 9,23 |
| 70 Jahre | 5 | 33.00 | 8,57 |
| 80 Jahre | 5 | 37.30 | 8,04 |
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